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Freitag, 2. Oktober 2015

Kurzgeschichte Nummer 11: Napoleon, Krieg



Napoleon, Krieg


Die Kanonenkugeln flogen durch die Luft, welche förmlich selber zu rauchen schien. Links und rechts wurde gekämpft und hier und da vielen die eigenen, jedoch gewannen mehr ihre Scharmützel, als dass sie diese verloren. Umso schmerzhafter war es die eigenen fallen zu sehen. Die Reihen rückten immer weiter vor und drängten den Feind immer weiter zurück. Genüsslich saß Napoleon auf seinem Pferd und sah zu wie seine Männer immer weiter rückten. Es war eine Genugtuung zu zusehen, wie der Plan, welcher über Monate von ihm und seinem Stab ausgearbeitet und immer weiter verfeinert wurde, Früchte trug.
Napoleon nahm die rechte Hand aus der Jacke und griff nach seinem Fernglas, welches rechts am Sattel hing. Er ertastete es, führte es zum rechten Auge und blickte hindurch um sich einen genaueren Überblick zu verschaffen. Vor ihm erstreckte sich das weite Schlachtfeld welches sich, wie bereits erwähnt sehr in die gegnerische Hälfte verschoben hatte. Auf der eigenen Seite konnte man  noch die, mittlerweile leeren, Schützengräben erkennen, welche Tage in Anspruch genommen haben um sie auszugraben. Von den Schützengräben blickte er Richtung Schlacht und erblickte überall gefallene Kämpfer, beziehungsweise deren Leichen welche zurück gelassen wurden. Es war ein trauriger Anblickt aber, das war Krieg. Napoleon hatte schon unzählige Schlachten geschlagen und war den Anblick gewohnt, jedoch regte sich nie etwas in ihm, wenn er die Leichen der Gegner und vor allem die Leichen der eigenen Mannen erblickte. Es war ein Notwendiges Opfer das er bereit war zu geben und da seine Männer ihm folgten, war er sich sicher, dass sie auch bereit waren jegliches Opfer das er forderte zu erbringen.
Er blickte nun auf die Schlacht, welche sich langsam in seinen Ausläufen befand. Der Feind floh nur noch und wurde von seinen Männern regelrecht gejagt und zur Strecke gebracht. Er hatte die Anordnung: „Keine Gefangenen“ gegeben, warum sollte er sich auch mit unnötiger Last beladen welche durchgefüttert werden müsste und den Trupp nur verlangsamen würde. Des Weiteren, würden die Gefangenen ihm eh nicht mehr sagen können als er sowieso schon wusste, seine Informanten waren entweder sehr geschickt oder sehr gut bezahlt, sodass er sich sicher sein konnte die richtigen Informationen zu bekommen. Er sah wie sich seine Soldaten auf die Leichen warfen, um diese nach Wertgegenständen zu untersuchen, welche sie dann verscherbeln würden, wenn sie wieder Zuhause waren, falls sie Zuhause ankommen würden. Pikiert, senkte Napoleon das Fernrohr und befestigte es wieder an seinem Sattel.
 Nun hatte er hier zu warten bis seine Untergebenen zurückkommen würden, denn als erster das Schlachtfeld zu verlassen, kam für ihn nicht infrage, er hatte seinen Stolz. Natürlich, würde er niemals an vorderster Front kämpfen, geschweige denn überhaupt in die Schlacht reiten, warum auch? Wer sollte denn, wenn er sterben würde das Heer anführen? Wer würde die Pläne schmieden und wer würde die Befehle geben? Richtig, niemand, das Heer würde kopflos umherlaufen und seine Arbeit der letzten Jahre währe vergebens gewesen. Manche würden dieses Verhalten, diese Denkweise vielleicht als Feige betrachten. Napoleon jedoch war der Ansicht, dass Mut nur ein Zeichen der Dummheit war. Feige sein hieße nur dass man seinen Kopf einsetzte und so Schlachten und vor allem Kriege gewann. Seine Soldaten, ja die konnten und sollten ruhig mutig und dumm sein, sie hatten ja die Arbeit zu verrichten und seine Pläne in die Tat umzusetzen. Das machte einen guten Führer aus: Intelligenz und die Fähigkeit andere zu versammeln, zu begeistern und zu leiten. Und all dies beherrschte Napoleon wie kein zweiter, dessen war er sich sicher.
Langsam kamen auch die letzten an, passierten ihn und trotteten Richtung Lager, sie alle hatten Wunden oder waren mit Blut und Ruß verschmiert. Alle miteinander sahen sie sehr fertig und kaputt aus, befand Napoleon. Jedoch half da alles nichts, sie hatten nur einen Tag um sich auszuruhen, denn morgen musste das Lager abgebaut werden und sie würden weiter ziehen. Sie waren nun schon mehrere Tage auf feindlichen Boden und dies war nicht die erste Schlacht die sie geschlagen hatten. Morgen könnten bereits die Vorbereitungen auf die nächste Schlacht starten, man wusste nie was alles im Krieg passieren würde.
Der Krieg, war ein Pflaster, auf dem wahre Männer, auf dem Helden geboren wurden. Ob sie nun starben oder überlebten, solange der Krieg nicht gewonnen wurde, waren ihre Opfer vergebens und Napoleon hatte dafür Sorge zu tragen, dass dieser Krieg siegreich vonstattengehen würde. Denn eins wusste Napoleon, eine Seite würde verlieren müssen, und er war nicht bereit sich auf dieser Seite zu befinden.
Der Krieg, war das wonach er sich am meisten sehnte, was ihn ausmachte, und was ihn antrieb zu leben.

Napoleon war der Krieg.