Motivation!

Dieser kleine Text, soll eine Motivation für dich sein weiter nach unten zu scrollen! Du schaffst das! Los! Trau dich!

JUST DO IT!

Dienstag, 1. September 2015

Kurzgeschichte Nummer 3 Teil 1: Was wir Menschen anstellen...

Was wir Menschen anstellen…

Die Strömung zog mich dahin. Ich genoss es. Diese Schwerelosigkeit, dieses Gefühl des Dahingleitens…herrlich!
Ich war kein großer Fisch, ich war ehr ein einfacher Fisch, nicht so schön wie die anderen…da konnte man nichts machen.
Die Strömung war der schnellste Weg um nachhause zu meiner geliebten Koralle zu gelangen.
Mein Leben lief nicht immer gut. Direkt nach dem Laichen starb meine Mutter und mein Vater wurde von Haien gefressen.
Meine Koralle lag friedlich da, mitten im Coral-Bezirk. Ich war müde und legte mich sofort schlafen.

BUM! BUM! BUM! Ich schreckte hoch. Was war das? Ich stürmte aus meiner Koralle  und sah einen Schatten über mir. Ein dunkles ovales Etwas schwebte über uns hinweg.
Es sank immer tiefer und tiefer und direkt hinter Coral-Hill verschwand es.
Neugierig schwammen ich und die anderen Bewohner vom Coral-Bezirk hin. Angekommen, offenbarte sich ein schrecklicher Anblick.
Überall schwammen leblose Körper.
Ein Geflüster wurde lauter und lauter. „Was ist das?“ „Was sind das für Körper?“ „Sind das Meerjungfrauen?“ „Nein, sie haben doch keinen Schwanz.“ „Aber was sind sie dann?“ „RUHE!“         -Stille-   Eine Stimme so melodisch und so voller sanfter Ruhe, sprach leise und doch so dass es jeder hören konnte, mit so einer Autorität, dass jeder sofort still war.
Die Beschützerin des Coral-Bezirkes, Adele, erschien.
Mit ihrem Schwanz schwamm sie langsam, aber bestimmt auf die Körper zu. Mit ihren Händen hielt sie einen leblosen Körper hoch und sah ihn sich an.
„Das sind Menschen“ verkündete sie. „eindeutig, das sind Menschen. Sie sind Kreaturen welche über der Wasseroberfläche leben. Und das was ihr vorhin am Himmel saht und was jetzt dort hinten liegt ist ein Schiff, mit dem die Menschen sich auf dem Meer fortbewegen.“
Sie schien nicht im Mindesten überrascht zu sein. „Habt keine Angst meine kleinen Fische, euch passiert nichts.“ Mit einem Lächeln schwamm sie davon. Sie war die schönste Meerjungfrau die wir jemals gesehen haben.

-------------------------------------------------------------------------------------


„War das lecker. Der hat gut geschmeckt nicht wahr kleiner?“ Big D grinste. Er hatte den Fisch in einem Bissen runtergeschluckt. Nur ein bisschen Blut das aus seinen Mundwinkeln schwamm, zeugte von der Existenz des Fisches.
„Schnapp dir auch einen!“, befahl er mit seiner rauen Stimme. „Nein…ähm…danke, ich hatte heute Mittag schon.“, stammelte ich. Ich war nicht die Art von Hai die jeden Fisch fraß, nicht die Art von Hai die anderen Fischen das Fürchten lehrt. Ich war ehr still und nett. Ich mochte auch kein Blut. Ich war so was wie ein Vegetarier. „Hahaha. Guter Junge, immer auf der Jagd!“, grob gab er mit einen Seitenhieb mit der Schwanzflosse, welcher wohl eine Mischung aus väterlich-freundschaftlichem Klopfen sein sollte, welches aber sehr weh tat.
Natürlich war ich nicht jagen. Ich hatte gemütlich ein paar Plankton geknuspert. Sowieso, ich war zu klein um anderen Fischen Angst einzujagen. Ich war doch nur ein kleiner vegetarischer Hai.
Wir schwammen Richtung Zuhause. Es war spät und Big D war erschöpft von der Jagd. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, jeden einzelnen Fisch den er sah, zu erschrecken.
Endlich waren wir angekommen. Ich verabschiedete mich schnell und schwamm meiner Höhle entgegen.
Die Stille und Ruhe die meine Höhle ausstrahlte war eine Wahre Wohltat. Ich legte mich hin, bildlich gesprochen natürlich.
BUM! BUM! BUM!    Erschrocken schlug ich die Augen auf. Was war das? Es war so laut! Ich drückte mich in die Ecke und zitterte…ich hatte Angst!
„Alles in Ordnung Kleiner?“, fragte eine laute Stimme und ein Auge erschien vor meinem Höhleneingang. „Okta!“, rief ich erleichtert. Okta, war ein riesiger Blauwal, welcher über unsere Höhlen wachte. Jeder hatte Respekt vor ihm, den er war das größte Lebewesen das wir kannten. Sogar Big D hatte Respekt vor ihm.
„Komm raus Kleiner. Keine Angst, dir passiert nichts“, sagte Okta beruhigend. Ich verließ langsam  meine Ecke und schwamm Okta entgegen.  „Keine Angst“, meinte er. „Häng dich an meine Flosse.“  Wir schwammen in Richtung eines Riffes. Hier schwammen normalerweise nur Aale durch. Doch jetzt waren sie alle verschwunden. „Was ist hier passiert?“, fragte ich. „Wir werden es sehen“, meinte Okta nur. Er wirkte beunruhigt.
Was ist nur passiert das Okta beunruhigt sein könnte? Wir schwammen weiter. Plötzlich blieb Okta stehen. „Siehst du das da, kleiner?“, fragte Okta mich. „Ich sehe nichts“, meinte ich. „Schaue genau hin, siehst du die Blasen die dort aufsteigen?“ Ich schaute genauer hin. „Ja du hast Recht, ich sehe sie.“
„Diese Blasen entstehen durch den unterirdischen Vulkan, er ist wieder aktiv.
Verdammt das war übel. „Was machen wir den jetzt?“, fragte ich ängstlich. „Ich weiß es nicht“, sagte Okta resignierend. „Wir werden den Rat einberufen müssen, denn es betrifft alle Meeresbewohener.“   Der Rat! Davon hatte ich bis jetzt nur gehört. Es war ein Treffen zwischen den Großen der Meere. Ich schluckte.

-------------------------------------------------------------------------------------

„Adele! Adele!“ Meine kleinen Flossen taten ihr bestes. „Adele!“, rief ich noch einmal. „Was kann ich für dich tun, kleiner Fisch?“, fragte sie. Ich hatte sie endlich eingeholt. „W-was bedeutet das jetzt alles?“, fragte ich aufgebracht. „Nichts Gutes, kleiner Fisch, nichts Gutes“, sie seufzte. „Ich habe Kenntnis erhalten, von vielen weiteren Vorfällen dieser und ähnlicher Art. Sie geschehen im ganzen Ozean. Die Schalentiere hat es erwischt und die Seesterne auch. Aber es sind nicht nur Schiffe ins Meer gefallen. Ganz viele komische und teils stinkende Gegenstände fielen runter und ruinierten ganze Siedlungen“, sie holte Luft. Es war ihr anzusehen dass sie all das tief berührte. Ihre grünen Haare hingen schlaff herunter als sie sagte: „Ich werde wohl den Rat einberufen müssen.
Die Kunde verbreitete sich im ganzen Ozean. „Der Rat wurde einberufen! Der Rat wurde einberufen!“, hallte durch die Siedlungen aller Orts.
Mancher Einsiedlerkrebs machte sich auf den Weg in die Stadt um die neusten Ereignisse zu erfahren. Manchen war es aber auch egal und sie zogen einsam weiter.
Viele Siedlungsfische wussten nicht einmal was passiert war und warum der Rat einberufen wurde. Daraufhin, wurden sie sofort von hunderten von anderen Fischen auf den neusten Stand gebracht.
Natürlich wurde die Geschichte immer kurioser, da jeder Fisch meinte die Geschichte anders gehört zu haben.
Aber es änderte nichts an der Tatsache dass der Rat einberufen wurde und diese Tatsache alleine, veranlasste eine allgemeine Euphorie. Der Rat wurde das letzte Mal einberufen, als ein riesiger Kraken versuchte, die Kontrolle des Ozeans an sich zu reißen. Damals wurde die Bevölkerung durch den Rat geeint und der Kraken wurde gemeinsam in die Flucht geschlagen.
Der Rat war immer die größte und letzte Hoffnung der Meeresbewohner in Krisensituationen.
Zwei Wochen tagte der Rat. Nach ausgiebigem diskutieren kamen alle Ratsmitgliederwieder zurück und setzten alle anderen über das Beschlossene in Kenntnis. Ich war so aufgeregt dass meine Haifischflosse förmlich vibrierte.
Okta war lange weggewesen und so hatten wir alle Angst, uns könnte  in seiner Abwesenheit ein Leid zustoßen.
Doch nun war er wieder da. Wir versammelten uns um Okta und warteten darauf dass er etwas sagte. Er holte tief Atem und verkündete: „Ihr wisst sicher alle wie es um den Ozean steht. Viele Sachen stürzen hinunter und schädigen unsere Umwelt. Manche davon sind, wie wir feststellen mussten, wie Gift für uns. Noch dazu steht der Unterwasservulkan kurz vor dem Ausbruch, aktiviert durch die Erschütterungen. Diese Katastrophe ist eine weitaus größere als die welche durch den Kraken hervorgerufen wurde.“
Durch die Menge ging ein Raunen. „Was sollen wir tun?“ „Ich habe Angst!“ Ich drängelte mich nach vorne und rasselte mit den Zähnen, um Oktas Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. „Okta, was hat der Rat beschlossen zu unternehmen?“, fragte ich. Die Menge verstummte. Alle blickten auf Okta. „Nun…“, fing er an.

-------------------------------------------------------------------------------------

Nachdem Adele wieder heimkehrte, schwamm sie sofort zu ihrer Muschel und schloss sich ein. Wir waren ratlos. Was sollte das bedeuten? Viele versuchten sie zum Reden zu bringen, doch sie wies alle ab. Aber damit gab ich mich nicht zufrieden. Ob es an meiner Mentalität lag oder ob es an meiner starrsinnigen Persönlichkeit lag, wusste ich nicht. Jedoch ging ich zu Adeles Muschel und klopfte. Keine Antwort. Ich klopfte nochmal. Wieder keine Antwort. Ich klopfte erneut und bekam wieder keine Antwort. „Ich gehe hier nicht ehr weg, bis ich eine Erklärung bekomme! Adele! Hörst du mich? Ich gehe hier nicht ehr weg, bis du mir erklärst was das alles soll!“, rief ich zur Muschel, in der Hoffnung sie würde mich hören.
Sie sagte nichts.
Irgendwann musste sie ja mal rauskommen, also blieb ich vor der Muschel stehen und nahm mir fest vor, nicht wegzuschwimmen. So blieb ich stehen. Es wurde spät. Sie kam immer noch nicht raus. Ich versuchte weiter zu tapfer zu warten. Es wurde später und später und schließlich wurde es Morgen. Der nächste Tag brach an. Ich klopfe noch einmal an die Muschel und rief: „ Verdammt sollst du sein Adele! Verdammt! Das war’s! Ich verschwinde! Ich drehte mich um und wollte wegschwimmen, als ich ein leises Ploppen hörte. Ich sah zurück und dort war Adele, in der Muschel sitzend erschien sie. Sie sah aus als hätte sie zu wenig Schlaf gehabt, genauso wie ich. „Adele was…?“, wollte ich fragen doch sie sagte: „Hör mir jetzt genau zu. Ein Vulkan ist aufgrund der Erschütterungen im Boden, durch die aufprallenden Sachen die hinunterfallen, aktiviert worden und steht kurz vor dem Ausbruch. Der Rat hat entschieden zwei Fische hinzuschicken, damit diese sich die Lage anschauen können und gegebenenfalls eingreifen können.
Aber da wir uns nicht entscheiden konnten, wen und vom welchen Volke wir schicken sollen, entschieden wir per Zufall.“ Sie holte Luft. „Und wie das Schicksal so wollte, fiel die Wahl auf Okta den Blauwal und, “ sie schluckte. „und auf mich, Adele die Meerjungfrau. Wir werden nun entscheiden wer aus unseren Dörfern geschickt wird.“ Nun schluckte ich.  Das war zu groß für jeden einzelnen Fisch, viele hatten Familie, was wenn die beiden Fische scheitern würden? „Und…wen wirst du wählen?“, fragte ich. „ich weiß es nicht, ich habe mir die ganze Zeit den Kopf zerbrochen aber ich kann und will mich wirklich nicht entscheiden! Ich will keinen von euch, diese schwere Bürde auflasten.“, sie seufzte resignierend.
„Dann…schick doch mich.“ Ich erschrak. Was hatte ich gerade gesagt? Wie dumm kann ein Fisch sein? „Würdest du wirklich gehen?“, fragte sie. „Nun ja…Wenn sich kein anderer finden lässt, ich denke schon“, sagte ich. „Wenn du das wirklich tun würdest…ich wäre dir dankbar und nicht nur ich. Alle Fische im Ozean wären dir zu Dank verpflichtet. Du wärst ein Held!“ Sie strahlte. Doch genau das, machte mir Angst. „Ja ist doch kein Problem für mich…Ich werd den Laich schon schaukeln.“ –Lüge- „Gut dann erwarte ich dich morgen früh am Orts-Eingang und wir schwimmen gemeinsam zum Riff der Aale.“
Toll, ich kann mich eindosen lassen, dachte ich.

-------------------------------------------------------------------------------------

Forsetzung folgt...