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Mittwoch, 16. September 2015

"Kurz"geschichte Nummer 6, Teil 3: Mord im Aufzug

Mord im Aufzug


"Angenommen, du hättest mit all dem Recht, was natürlich kompletter Unsinn ist, was ist mit den Schmauchspuren?“, erwiderte Becker gereizt. Er wirkte nun nicht mehr so ruhig.

„Sie hatten die Waffe zusätzlich präpariert. Wahrscheinlich, trugen sie noch einen Handschuh, darüber haben sie eine Plastiktüte gezogen. In die Plastiktüte machten sie ein Loch durch welches der Lauf der Pistole zielte. Die Plastiktüte versiegelten sie mit zwei Gummibändern, jeweils an ihrem Arm und am Pistolenlauf.“
„Lügen! Alles Lügen! Erfundene Geschichten eines einfältigen kleinen Jungen!“, rief Becker aus.
„Es stimmt.“, erklang eine Stimme. Assistent Rauf erschien. „Rauf wo waren sie?“, fragte Inspektor Brown. „Ich habe auf Geheiß von Luc den Müllschlucker auf der Herrentoilette untersucht und das hier gefunden.“, sagte Rauf.
Er holte eine Pistole mit Schalldämpfer, einen Plastikbeutel, Handschuhe und Gummiringe hervor.
„Danke Rauf.“, sagte Luc mit einem großen Grinsen im Gesicht. „Was sie hier sehen, meine Damen und Herren, ist die Mordwaffe. Natürlich hatten sie die Waffe schon vorher so vorbereitet, dass sie sie nur aus der Innentasche ihrer Jacke holen mussten, dabei kam ihnen natürlich zugute dass die Pistole klein war. So mussten sie nur noch in den Handschuh schlüpfen, die Waffe rausholen und abdrücken, was sie dann, wie wir alle wissen auch taten.“
Luc wusste was er nun zu tun hatte. Becker wurde immer unruhiger. „Warum soll bitte ich diese Waffe so präpariert haben? Das hätte sich jeder einfallen lassen können. Und das mit der Toilette ist reiner Zufall.“, sagte Becker nervös.
Nun spielte Luc sein Ass aus. Auf diese Aussage hatte er gewartet. „Ok, dann sagen sie mir, woher wussten sie die Farbe von Michelles Ohrringen? Es war doch dunkel, und keine Lichtquelle war an. Und soweit ich unterrichtet bin, hatten sie sich an diesem Tag das erst Mal gesehen.“
„Äh…die Ohrringe…ja, die…“, stammelte Becker.
„Schalten sie das Licht bitte aus Herr Inspektor.“, sagte Luc zu Brown gewandt.
Brown nickte. Eine Minute später war es dunkel.
„Nun Herr Rauf, könnten sie, angenommen sie hätten Michelle noch nie gesehen, die Farbe ihrer Ohrringe bestimmen?“, fragte Luc
„Nein“, sagte Rauf. „Es ist zu dunkel um etwas zu erkennen.“
„Wie erklären sie sich diesen Umstand, Herr Becker?“, fragte Brown, der, der ganzen Auflösung bis jetzt gefolgt war.
„Äh…das…ja…“, stammelte Becker wieder.
„War der Aufzug vielleicht…auf? Oder ging gerade auf?“ Luc drückte den Aufzugsknopf. Die Tür ging auf und Licht schien raus auf den Flur.
Herr Becker brach zusammen.
„Ja es stimmt“, gestand er „Es war genauso wie du es gesagt hast“, sagte er resignierend in Richtung Luc.
„Er hatte meinen Vater auf dem Gewissen! Er hat ihn in den Ruin getrieben indem er unsere Firma schlecht gemacht hat. Er klaute unsere Kunden und gab schlechte Kritiken über uns ab. Unsere Firma machte schließlich Verlust und ging in Insolvenz. Daraufhin verließ meine Mutter meinen Vater. Mein Vater war ein geschlagener Mann er hatte nichts mehr, voller Verzweiflung begann er Selbstmord weil er einfach nicht mehr weiter wusste!“, rief Becker unter Tränen aus. „Dieser Hund! Ich musste ihn töten den Teufel! Er hatte es nicht anders verdient!“
Michelle brach in Tränen aus. Inspektor Brown zog seinen Hut tief ins Gesicht.
„Es war gerecht! Ich habe Gerechtigkeit ausgeübt!“, rief Becker wutentbrannt.
„Es obliegt ihnen nicht Gerechtigkeit auszuüben!“, schrie Luc ihn an. „Niemand hat das Recht dazu! Und überhaupt, ist ein Menschenleben das kostbarste was es gibt. Also erzählen sie mir nichts von Gerechtigkeit! Wenn sie einen Mord begehen sind sie der wahre Teufel.“
Luc wandte sich ab und ging.
„Bitte legen sie dem Mörder Handschellen ab und bringen sie ihn aufs Revier.“, sagte Brown.

-         Ende -