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Mittwoch, 2. September 2015

Kurzgeschichte Nummer 3 Teil 2: Was wir Menschen anstellen...

...
Ruhe herrschte unter den Haien und das war selten. Wir waren sonst immer sehr streitsüchtige Fische.
„Nun wer geht freiwillig?“, fragte Okta. Und schaute jeden einzelnen an. Langsam, ganz langsam zog ich mich zurück…
Bis ich eine Stimme hörte, leise an meinem Ohr: „Was ist los? Angst kleiner?“
Ich drehte mich um und sah Big D ins Maul. „Ähm…also weißt du… Den Ozean retten ist nicht gerade das was ich für meine Zukunft vorgesehen hatte.“ „Ach quatsch, du packst das schon“, sagte er und gab mir einen kräftigen Schubser. Ich flog gegen Okta und dachte nur noch…‘Korallenpisse‘ Warum ich?
„Gut kleiner“, sagte Okta zufrieden. „Wir treffen  uns in zwei Tagen am Riff. Ich war tot.
Der Tag des Treffens. Okta und ich warteten am Riff, wir sagten nichts zueinander. Eine unangenehme Spannung schwamm im Wasser. Okta sagte generell nie viel und ich nun ja, mir war die Zunge an den Gaumen geklebt. Nun wusste ich wie sich eine Koralle verständigt: Gar nicht. In der Ferne sah ich sie kommen. Adele die Meerjungfrau und…ein…kleiner Fisch? Das ist doch ein Witz, dachte ich.
Als beide vor uns standen, starrte ich ihn an und er stellte sich vor. Ich war von der Tatsache, dass ein mickriger, kleiner, schwacher Fisch mich unterstützen sollte, so Perplex das ich seinen Namen nicht verstand. Ich erwiderte nur. „Auf gute…ähm…Zusammenarbeit.

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Der Hai wirkte irgendwie anders. Er sah nicht gerade gefährlich aus, eher wie eine Laich-Version eines Haies.
Adele und der Blauwal namens Okta, neben dem ich mir noch unbedeutender als eine Laichhülle vorkam, wiesen uns an, wir sollten die Gegend rund um den Vulkan auskundschaften und nach unserem Ermessen reagieren, nichts weiter. Beide begleiteten uns noch ein Stück. Schließlich meinte Adele: „Wir hoffen auf eure sichere Wiederkehr, und möge eure Mission erfolgreich sein!“ „Viel Glück.“, brummte Okta nur.
Der Hai und ich schwammen auf den Vulkan zu. Ich schluckte, ich hatte Angst aber mir konnte ja nichts passieren, denn ein Hai war bei mir. Genauso ein Hai hatte meinen Vater gefressen…


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Ich musste den Clownsfisch immer noch unentwegt anstarren. Ich war mit sicher dass er Angst haben musste aber er zeigte es nicht.
„Sag mal“, meinte ich unverfroren zum Clownsfisch. „Wieso machst du das ganze hier?“
„Also das ist schwer zu erklären, ich bin da irgendwie… reingeraten. Und bei dir?“, erwiderte er. „Mir geht’s genauso“     –Stille- 
Wir erreichten den Vulkan.
Vor uns erstreckte sich ein Berg mit einem riesigen Krater, überall trat Dampf aus und der Vulkan wies immer wieder Krater auf, durch welche immer wieder heiße Dämpfe austraten. „Was sollen wir jetzt machen?“, fragte ich. Meine Haiinstinkte schrien alle. „Alarm! Alarm“. Wenn ich nur daran dachte mich dem Berg zu nähern, noch näher zu nähern.
„Wir gehen natürlich rein und sehe uns die Lage vor Ort an“, erwiderte er mit Zuversicht in der Stimme, jedoch konnte ich nicht sagen ob diese Zuversicht nur gespielt war oder nicht.
„Aber wie willst du…“, wollte ich sagen doch da schwamm er schon vorwärts, Richtung eines der Krater. „…da reinkommen?“


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An einem Krater angekommen drehte ich mich um und wartete auf den Hai. Er schwamm langsam und an seinem Gesicht tropfte die Angst förmlich runter. Auch ich hatte Angst, meine Schuppen schuppten sich. „Jetzt komm schon!“, rief ich. „Ja, ja“, murmelte er nur und wir betraten den Vulkan.

Der Krater war dunkel und eng. Wir mussten hintereinander schwimmen aber am Ende des Kraters konnten wir einen roten Schein erkennen, da mussten wir hin.
Mit der Zeit wurde das Loch breiter. „Sag mal“, meinte der Hai plötzlich. „Hast du denn gar keine Angst?“ „Doch, hab ich…sogar Todesangst“
-Schweigen-
Am Ende des Loches angekommen, bot sich uns ein erstaunliches Bild: Vor uns lag ein riesiger Magma-See.


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Wow, dachte ich. Der Magma-See war gigantisch und die Hitze war kaum auszuhalten. Das Magma färbte die Schuppen des kleinen Fisches rötlich, ich sollte nicht hier sein, dachte ich. Ein kleiner vegetarischer Hai wie ich, sollte nicht an so einem schrecklichen Ort sein.
Als wir uns den See betrachteten, erkannten wir das Problem des Vulkans. Das Magma staute sich unaufhörlich und floss nicht ab.
„Ok lass uns getrennt nach der Ursache suchen“, schlug der Fisch vor und schwamm auf die linke Seite des Sees. „Gut“, murmelte ich und schwamm auf die rechte Seite.
Das Wasser schien förmlich zu verdampfen und wenn man nach oben sah, konnte man den Ansatz des Kraters erkennen. Der Magma-See blubberte bedrohlich.
Ich suchte, besser gesagt ich sah mich nur um. Ich wusste ehrlich gesagt nicht wonach ich suchen sollte, doch gerade als ich eben jene Tatsache dem Fisch  mitteilen wollte, kam er schon auf mich zu geschwommen.
„Auf meiner Seite ist nichts, auf deiner?“, fragte er. „Ähm…also…“, versuchte ich zu erwidern, als der Fisch schon auf eine Stelle am Rand des Sees zu schwamm, die ich noch nicht erkundet hatte. Ich beeilte mich zu ihm aufzuschließen. Angekommen, wartete er schon auf mich und zeigte mit seiner Flosse auf einen riesigen Stein am Rand des Sees. „Das da muss die Ursache!“, rief er erregt aus.

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Ich sah deutlich, dass der Hai nicht begriff, warum dass die Ursache war. „Die Erschütterungen müssen diesen Stein hier verkanntet haben. Ob er jetzt von der Decke und zufällig hier hin fiel oder ob er anders hierhin gekommen ist, weiß ich nicht. Fest steht, dass er die komplette Magma-Ader abquetscht und so für einen Überdruck sorgt.“, sagte ich.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte der Hai. „Wir schieben ihn einfach weg.“, erwiderte ich. „Du bist ein Hai, du bist stark und zu zweit schaffen wir das ganz bestimmt.“, sagte ich zuversichtlich.
-Lüge-
 Ich glaubte nicht wirklich an den Erfolg, ich hatte keinerlei Hoffnung. Aber es war immer noch besser als gar nichts zu unternehmen. „Auf drei versuchen wir ihn gemeinsam wegzuschieben.“, sagte ich. „Eins – Zwei – Drei!“ Wir schoben und drückten und der Stein bewegte sich sogar, aber nur ein bisschen.
Plötzlich war eine Erschütterung zu spüren und der ganze Vulkan war am Wackeln. Der See wurde unruhig und kam langsam in Bewegung, jedoch konnte das Magma den Stein nicht schmelzen.
Ich hatte plötzlich gar keine Angst mehr, meine komplette Konzentration galt dem Stein und ich hatte nur das Ziel diesen weg zubewegen. Meine Mentalität eben.

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Egal wie heftig ich gegen den Stein drückte, ich konnte ihn nicht wegschieben, die Erschütterung hatte mich dazu noch schwer erschreckt, sodass ich mich ziemlich verloren fühlte. „Lass uns noch einmal mit aller Kraft einen Versuch starten.“, sagte der Fisch aufmunternd. Ich nickte. Er zählte wieder bis drei und ich drückte mit aller Kraft gegen den Stein.
Eine weitere Erschütterung, diesmal durch die Magma erzeugt, brachte den Vulkan zum Beben. Der Magmadruck stieg an. Ich drückte und drückte, am Rande der Verzweiflung und da… der Stein rollte weg.
„Sehr gut!“, rief der Fisch. Aber ich wusste, die Erschütterung hat den Stein ins Rollen gebracht und uns geholfen aber jetzt war er weg, und nur das zählte. Jetzt gab es nur ein Problem, der Vulkan fing an zusammen zu brechen.
„Los! Los! Raus hier!“, rief der Fisch. Das brauchte er nicht zweimal sagen und voller Panik schwamm ich Richtung Kratereingang. Ich schwamm um mein Leben und konnte sehen, wie über uns der Vulkan in sich zusammenbrach und Steine auf uns hinab regneten.

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Okta und Adele sahen von weitem wie der Vulkan zusammenbrach. Ihnen war klar dass die beiden tapferen Fische den Ozean gerettet hatten. Ihnen war auch klar, dass beide niemals zurückkehren würden.
„Das Leben ist grausam.“, sagte Adel schwer bedrückt. „Wohl war. Mögen sie in Frieden ruhen.“, sagte Okta traurig. Er legte eine Flosse um Adele und schob sie sanft aber bestimmt zurück.

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Natürlich war dies eine übertriebene Darstellung der Meeresverschmutzung und den Folgen. Jedoch sterben jährlich tausende Lebewesen durch Meeresverschmutzung. Leute die Müll ins Meer werfen sind auch nicht besser als Tierquäler und Tiermörder, auch wenn sie sich der Tragweite ihres Handelns wahrscheinlich gar nicht bewusst sind, jedoch machen sie das Leben für nachfolgende Generationen nicht einfacher.
Auch wir Menschen sind vom Meer abhängig.




ENDE